Das Neue Steuerungsmodell einer wirkungsorientierten Verwaltungsführung

Das Neue Steuerungsmodell einer wirkungsorientierten Verwaltungsführung stellt ein umfassendes Modell zur Steigerung von Effektivität und von Zielorientierung dar und gilt als Antwort auf die Herausforderungen von öffentlichen Einrichtungen in einer globalisierten Welt.

Die folgenden fünf Prinzipien des Neuen Steuerungsmodells charakterisieren es gut als Gegenmodell zum bisherigen Bürokratiemodell:

  • Steuern statt Rudern
    (Leistungen der öffentlichen Verwaltungen sind zu gewährleisten und zu kontrollieren, sie sind aber nicht alle selbst zu erbringen.)
  • Resultate statt Regeln
    (Orientierung an Ergebnissen und Kosten statt Fixierung auf Verfahren und Regeln)
  • Eigenverantwortung statt Hierarchie
    (Klare Zuweisung und ungeteilte Verantwortung für die eingesetzten Ressourcen)
  • Wettbewerb statt Monopol
    (Ermittlung von Kosten und Qualitäten öffentlicher Leistungen im Vergleich zu anderen Anbietern)
  • Motivation statt Alimentation
    (Neubestimmung der "Ressource Personal", die weit über eine Änderung des Dienstrechts hinausgeht)

Diese Prinzipien wurden ab 2003 auf alle öffentlichen Einrichtungen übertragen, auch auf die Schulen.

Steuerungsmodell

Die dadurch eingeleiteten Reformen strukturieren das gesamte "Organisationsmodell Schule" völlig um.

Mehr Selbstständigkeit auf der einen Seite und Qualitätsanalysen der Schulen auf der anderen Seite  sind nur zwei allgemein bekannte Schlagworte, die sich neben vielen weiteren Aspekten aus der Anwendung des Neuen Steuerungsmodells auf die Schulen ergeben.

Das  Verhältnis von Schulaufsicht und Einzelschule, die Rollenverteilungen in einer wirkungsorientierten Führungsstruktur bei gleichzeitig gestiegener Eigenverantwortung der Akteure, Verfahrensabläufe zur Zielerreichung müssen neu definiert und gelebt werden.

Schließlich muss das Personal - die Lehrkräfte die Schülerinnen und Schüler und alle an dem System Schule Beteilgten -  das Funktionieren der Organisation (Schule) gewährleisten.

Dazu muss es motiviert und qualifiziert werden.   Keine leichte Aufgabe!

Das Ziel all dieser Bemühungen ist eine "gute Schule", die ihren gegenwärtigen Herausforderungen gerecht werden kann.

Was aber ist eine "gute Schule"? Was charakterisiert eine "gute Schule"?

Wie kann es einer Schule gelingen, einen positiven Entwicklungsweg zu nehmen?

Mit diesem Fragen ist das Thema "Change-Management" aufgeworfen!